David Denkt


Eine zweite Welle? - Coronavirus


Die Lesedauer beträgt 6 Minuten.


Dieser Beitrag soll nicht über die aktuelle Situation berichten. Dieser Beitrag soll darüber handeln was kommen kann.


Ich weiß solche Prognosen werden die ganze Zeit gerade behandelt aber ich möchte keine direkte Prognose stellen, sondern nur das Coronavirus mit A/H1N1 (Spanische Grippe) vergleichen.


A/H1N1 die bislang größte Epidemie auf der Welt die ca. 50 Millionen Menschen auf dem Gewissen hat. Der Ablauf ist vergleichbar mit dem Coronavirus. Der Virus ist zuerst in Mexiko aufgetreten und hat sich in 168 Ländern verbreitet. Ob Mexiko wirklich das Ursprungsland ist, ist nicht ganz eindeutig.


Zum Frühjahr 1918, also gegen Ende des Zweiten Weltkrieges verbreitete sich das Virus rasant, jedoch kam es zu vergleichsweise geringen Sterberaten.


Da im folgenden öfter mit den Daten des Coronavirus verglichen wird, sind alle Daten zum Coronavirus vom 16.04.2020 um 09:54 Uhr erhoben worden.


Wir haben der zeitlich eine Sterblichkeit von 6,59% auf der Welt und in Deutschland von 2,84%. Laut der Heinsberg Studie ist die Sterblichkeit auf 0,37% eingestuft worden. Da ich die besten statistischen Daten von dem BFS (Bundesamt für Statistik in der Schweiz) habe, nenne ich noch 4,70% als Zahl für Schweiz.


Bei A/H1N1 war es damals eine Sterberate von 14 Promille gegeben. Also 14 Tote auf Tausend Personen. Heute haben wir aber dafür bessere Reisemöglichkeiten, die die Ansteckungszahl steigern lassen.


Auch vergleichbar mit dem Coronavirus, die Sterblichkeit von älteren. Damals starben die meisten mit 50 bis 99 Jahren an dem Virus. Die damalige Lebenserwartung lag bei 60 bis 65 Jahren. Mit dem Virus ist diese Lebenserwartung gefallen auf 45 bis 49 Jahre. Beim Coronavirus sieht es ähnlich aus wir haben eine Sterblichkeit, die ab 60 Jahren erhöht ist. Dafür haben wir eine Lebenserwartung von 83 Jahren in der Schweiz. Also sogar 20 Jahre mehr als damals. Damals wurde alles beschrieben mit “Junge erkranken, Alte sterben”.


Die erste Welle war sehr ähnlich zu unserer derzeitigen, somit können wir ja tendenziell sehen was uns erwartet und was so die nächsten Wochen passieren könnte.


Außerdem wenn du denkst Schulen und weitere Einrichtungen wurden damals sicherlich nicht geschlossen, dann irrst du dich. Damals wurden weltweit Schulen geschlossen und man konnte deutlich erkennen, dass dies Wirkung zeigte. In St. Louis (USA) wurde die Schulen zuerst geschlossen, erst später schlossen die Schulen in Pittsburgh (USA). Man konnte in St. Louis eine Sterberate von 33% von Pittsburgh erreichen. Also in Pittsburgh starben die Leute dreimal öfter.


Okay, was geschah, nach der ersten Welle und nachdem sich so einiges bisschen beruhigt hat?

Die zweite Welle kam und war viel tödlicher. Im Herbst 1918 zu einer sehr untypischen Zeit für Krankheiten, kam diese Welle. Im Juli leicht angekündigt mit erhöhten Todesfällen und im September/November zwei bis dreimal mehr Todesfälle als im Frühjahr in derselben Zeitspanne.


Die zweite Welle, auch genannt die tödliche Welle. Doch diesmal war vieles anders das Zitat “Junge erkranken, Alte sterben” hat sich gewandelt. Natürlich war die Todeszahl bei den älteren hoch, jedoch ist diese fast genauso geblieben wie im Frühjahr. Diesmal ist die Todeszahl bei 20 bis 40-Jährigen extrem angestiegen zwei bis vierfach mehr Personen starben in dieser Altersgruppe. Bei den 15-20 Jährigen gab es auch eine fast doppelt so hohe Zahl aber die Sterblichkeit war in absoluten Zahlen immer noch super niedrig und sogar deutlich die niedrigste.


Die zweite Welle war auch viel länger und ging 11 Monate lang. Im März 1920 kam danach die dritte Welle. Diese war aber nur sehr schwach und wurde zur Saison der Grippe. Auch heute erkranken die meisten im März an der Grippe, jedoch führt diese nicht zum Tod.


Insgesamt kann man sagen, dass Virus streckte sich auf 2 Jahre und tötete 50 Millionen Menschen weltweit. Im damaligen Deutschen Reich waren es 426.000 Tote.


Ich hoffe, dass bei dem Coronavirus nie eine zweite Welle kommen wird. Diese kann nämlich sehr tödlich werden.


Warum aber dieser Beitrag?

Ich möchte versuchen zu zeigen wie eine zweite Welle aussehen könnte. Ich kann aber nichts vorhersagen oder mutmaßen.


Bei den späten Nachforschungen zur Spanischen Grippe im März 2018, als es Corona noch nicht gab, sagte Silke Buda, eine Grippe-Expertin vom Robert Koch-Institut (RKI), "Genau die gleiche Situation wie 1918 wird so nicht mehr passieren". Hier sind wir zwei Jahre später und wir wissen eigentlich was wir machen müssen. Gleichzeitig wird aber schon über Lockerungen gesprochen. Ob das so richtig ist, musst du selbst entscheiden. Ich werde keine Meinung vorgeben. Klar ist, eine zweite Welle wäre ein Risiko für die ganze Welt.

16. April 2020, David


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